App-etizer - ShareTheMeal

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Hi zusammen,

heute geht es ein klein wenig ernsthafter zur Sache, als in meinen letzten Beiträgen. In einer neuen Rubrik möchte ich euch heute die App "ShareTheMeal" des UN World Food Programme vorstellen. Diese App ermöglicht es dir, im Kleinen ganz Großes zu tun. Alles weitere dazu gibt es nach dem Break!

Obwohl man davon ausgehen könnte, dass in unserer fortschrittlichen Gesellschaft kein Mensch mehr hungern sollte, ist leider genau des Gegenteil der Fall. Während es einem kleinen Teil der Menschheit (uns eingeschlossen) recht dufte geht, leidet jeder dritte Mensch weltweit bereits an Mangelernährung. Derzeit ca. 815.000.000 Menschen müssen sogar ganz ohne eine Mahlzeit über den Tag kommen.

Diesem Umstand begegnen Hilfsorganisationen wie das World Food Programme. Das UN World Food Programme ist laut eigener Aussage "die führende humanitäre Organisation im Kampf gegen den Hunger weltweit". Die Geschichte des UN Food Programme reicht zurück bis ins Gründungsjahr 1961.

Das klare Ziel: Auf dieser Welt soll kein Mensch mehr hungern müssen.

Erreicht werden soll dieses Ziel durch die akute Nothilfe, Aufbau von Auffangsystemen in Krisenzeiten, Investitionen in die Entwicklung armer und ärmster Regionen dieser Welt, sowie Investitionen in die Reduktion von Nahrungsmittelverschwendung und Nachhaltigkeit in der Produktion von Nahrungsmitteln.

Idealerweise werden die Lebensmittel bei vorhandenen Angebot dabei auf lokalen Märkten gekauft, was die dortige Wirtschaft stärkt. In Krisensituationen stellt das World Food Programme zusätzliche Lebensmittel und Spezialnahrung bereit.

Neben klassischer Spenden akzeptiert das World Food Programme auch seit einiger Zeit spenden von Klein- und Kleinstbeträgen durch die App "ShareTheMeal". Die Idee: Idealerweise teilt man für jede eigene Mahlzeit einen kleinen Betrag mit dem World Food Programme. Ein Betrag von 40 Cent(!) hilft bereits ein Kind einen ganzen Tag(!!) zu ernähren.

Klar, könnte man sagen, warum braucht's denn so ne doofe App, wenn es einfach reicht einen Betrag meiner Wahl an das World Food Programme zu überweisen. Aber das ist nicht der Zweck. Die App soll genau die Menschen ansprechen, die in der Regel nicht mal an das Spenden an Hilfsorganisationen denken. Und das tut sie sehr erfolgreich.

Nun aber zur eigentlichen App!

Im Spendenmenü, das dich gleich nach dem Start begrüßt, gibt die App über die aktuellen Fortschritte zu den laufenden Hilfsprojekten Auskunft. Ein Fortschrittsbalken zeigt, wie weit der aktuelle Nahrungsmittelbedarf gedeckt ist. Tippt man das Info-Symbol an, erfährt man Hintergründe zum angezeigten Hilfsprogramm. Über das Locator-Symbol kann man sich anzeigen lassen, in welcher Region das Hilfsprogramm tätig ist. Durch seitliches Blättern navigiert man durch die verfügbaren Hilfsprojekte. Informationen über den aktuellen Spendenstand und abgelaufene Hilfsprojekte kann man hier ebenfalls erfahren, indem man ganz nach rechts blättert.

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Möchte man nun eine Spende auslösen, klickt man auf das große Spendensymbol. Im Spendenbildschirm kann man nun den Spendenbetrag auswählen. Auch das Einrichten einer monatlichen Zahlung ist hier möglich. 

Spendenbildschirm

Zusätzlich lässt sich hier nochmal das gewünschte Hilfsprogramm festlegen und ein Team auswählen, in dessen Namen man spenden möchte. Spendet man im Namen eines Teams wird die Anzahl der gespendeten Mahlzeiten dem gewählten Team zugewiesen und das Team steigt entsprechend im Leaderboard. Besonders erfolgreiche Teams werden gelegentlich in einer eigenen Story im Newsbereich vorgestellt. Auch Challenges werden gelegentlich gestartet, die man als Team gemeinsam angehen kann.

Bevor die Spende ausgeführt werden kann, muss natürlich auch noch ein Zahlungsmittel angelegt werden. ShareTheMeal akzeptiert hier aktuell Zahlungen per PayPal, Kreditkarte und Google Play.

Über die Teams kann man sich über den Community-Bereich informieren.

Community-Bereich

Persönliche Belohnungen für das Spenden erhält man durch Achievements. Durch ein Achievement belohnt wird zum Beispiel die erste Spende oder Aufgaben wie das Spenden einer Mahlzeit um Mitternacht. Außer der Befriedigung des eigenen Spieltriebs haben die Achievements allerdings keine weiteren Vorteile.

Achievements

Den News-Bereich der App erreicht man über das Weltkugel-Symbol. Hier erfährt man alles Aktuelle rund um aktuelle Hilfsprogramme und Neuigkeiten aus der Community. 

News

Schlussendlich bietet die App noch einen Einstellungsbereich in dem man die eigenen Benutzerkonto-Einstellungen beeinflussen sowie regelmäßige Erinnerungen zum Spenden anlegen kann.

Einstellungen

Insgesamt bietet die App aus meiner Sicht deutlich mehr, als den eigentlichen Spendenzweck. Man spürt hier deutlich, dass sich das Entwickler-Team Transparenz ganz oben auf die Prioritätenliste gesetzt hat. Mit dem Spenden ist es nicht getan, man wird auch in der Folge gut über die aktuellen Vorgänge informiert. Sollten die Informationen aus der App nicht reichen, lassen sich weitere Informationen jederzeit über die Webseite des World Food Programme oder den Internetauftritt von ShareTheMeal abrufen.

Die Umsetzung der App ist aus meiner Sicht sehr gelungen. Die App ist übersichtlich gestaltet und bietet eine flüssige Bedienerführung. Spenden war nie einfacher.

Einen kleinen Wermutstropfen gibt es dennoch für die Personen, die für die gespendeten Beträge einen Nachweis für die Steuererklärung benötigen. Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Artikels ist dies leider für über die App gespendete Beträge noch nicht möglich. Wer einen solchen benötigt, oder sein Smartphone nicht mit noch einer weiteren App belasten möchte, kann sich auch über das reguläre Spendenformular des World Food Programme an den vielen Hilfsprogrammen beteiligen. Hier sind unter anderem auch Zahlungen per Lastschrift möglich.

Ich hoffe, ich konnte euch mit diesem Beitrag zumindest für die Idee des World Food Programme begeistern. Was haltet ihr von der App? Sinnvoll oder unnötig? Lasst es mich über die Kommentarfunktion wissen!